Wir über uns

Wer sind wir?

Die Plattform Bleiberecht Innsbruck wurde 2007 als Protestbewegung gegen die damalige Abschiebepolitik Österreichs gegründet.
Wir sind ein Zusammenschluss von engagierten Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aus verschiedensten Bereichen. Wir sehen uns als Teil der Zivilgesellschaft und bieten interessierten Menschen ein offenes Forum. Wir verstehen uns als Netzwerk für den Informations- und Wissensaustausch zu den Themen Asyl und Migration. Die prekäre Situation von Flüchtlingen und Migrant_innen in Österreich können und wollen wir nicht akzeptieren – darum versuchen wir unseren Handlungsraum zu nutzen. Wir leisten systemkritische, antirassistische Arbeit; dabei organisieren wir Vorträge, Infoabende oder Demos, und vernetzen uns mit anderen Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen. Gleichzeitig versuchen wir auf aktuelles politisches Geschehen zu reagieren, wie zum Beispiel auf drohende Abschiebungen.

Unsere Arbeit haben wir über die Jahre bewusst nicht institutionalisiert; von Subventionsgeber_innen unabhängig zu sein ist uns nach wie vor wichtig. Gleichzeitig wollen wir unabhängig von politischen Parteien bleiben. Demnach arbeiten wir ehrenamtlich und verfügen über keine finanziellen Mittel.

Obwohl sich unsere Gruppe Plattform Bleiberecht nennt, gehen unsere Forderungen über ein „Bleibe-Recht“ hinaus: Wir setzen uns für globale Bewegungsfreiheit aller Menschen ein:

Über 50 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Gründe sind Krieg, politische Verfolgung, religiöse Unduldsamkeit und Verknappung der Überlebensmittel. Die meisten Flüchtlinge befinden sich in Asien oder Afrika; die meisten fliehen innerhalb ihres eigenen Landes. Die zweitgrößte Gruppe bilden jene Flüchtlinge, die in Nachbarländer fliehen. Die wenigsten gelangen nach Europa, noch weniger nach Österreich oder Tirol. Für jene, die in Österreich ankommen, bedeutet das Ankommen noch lange kein Zur-Ruhe-kommen: Ein jahrelanger Weg durch die Instanzen beginnt. Die Asylverfahren dauern zu lange, ein_e Aslywerber_in darf nicht offiziell arbeiten, die Unterbringungsmöglichkeiten in Flüchtlingsheimen sind sehr prekär. Wer abgeschoben werden soll, kommt in Schubhaft, das bedeutet, dass die Person in ein Gefängnis muss, ohne eine Tat begangen zu haben. Die Situation von Flüchtlingen und Migrant_innen in Österreich und der EU verschlechtert sich außerdem zusehends.

Wer sich über konkrete Zahlen und Fakten informieren will: Immer wieder aktualisierte Flüchtlingszahlen finden sich auf der Seite des UNHCR www.unhcr.at.

Weitere Infos finden sich auf: no-racism.net.